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15. - 17. Juni 2021
virtuelle Veranstaltung

digital networking days

Programm

Tag 1 - Dienstag, 15. Juni 2021

Parallele Sessions

09:00 - 09:15
Einlass Einlass
09:00 - 09:15
Einlass und Networking
09:15 - 09:30
Begrüßung Begrüßung
09:15 - 09:30
Begrüßung und Vorstellung der Sponsoren Martin Schrüfer, WEKA BUSINESS MEDIEN
09:30 - 10:00
Keynote 1 Keynote 1
09:30 - 10:00
Los geht’s! Der Aufbruch in die Silicon Economy   Prof. Dr. Dr. h.c. Michael ten Hompel, Fraunhofer IML  
Wir werden nach der Einführung Künstlicher Intelligenz nie wieder in die weitgehend analoge Welt von heute zurückkehren. In naher Zukunft werden Algorithmen Künstlicher Intelligenz auch die Wertschöpfungsnetze im Supply Chain Management bestimmen. Die “Silicon Economy” ist ein Synonym für eine kommende, KI-basierte Plattformökonomie und für ein digitales Ökosystem, das auf der automatisierten Verhandlung, Disposition und Steuerung von Warenströmen basiert und neue, digitale Geschäftsmodelle (nicht nur) für die Logistik ermöglicht. Sie benennt auch einen Wandel in Richtung offener, föderaler und zugleich souveräner Dateninfrastrukturen (wie International Data Spaces und gaia-x). Innerhalb des Vortrages werden die technischen Auslöser, die Wirkung und die Notwendigkeit einer Silicon Economy exemplarisch aufgezeigt. 

Parallele Sessions

10:00 - 13:00
Session 1 Logistik-Konzepte und Automatisierung in E-Commerce und Retail
10:00 - 11:00
Was eine erfolgreiche Omnichannel-Plattform für ein Retail-Netzwerk ausmacht  Helmut Prieschenk, WITRON Logistik + Informatik  
Zwar wird aktuell der Löwenanteil des Volumens im Lebensmittel-Einzelhandel nach wie vor über Filialen abgewickelt, dennoch suchen nahezu alle Retailer in Europa, Nordamerika und Australien nach vernünftigen Omni-Channel-Lösungen – mit zum Teil unterschiedlichen Herangehensweisen. Das Ziel ist dabei klar: Die erfolgreiche Bedienung sämtlicher Kundenkanäle wie z.B. Filialgeschäft, Click & Collect, Home-Delivery, Drives sowie Convenience-Stores – und zugleich die erfolgreiche End-to-End-Integration sämtlicher Glieder in der Supply-Chain wie z.B. Lieferanten, Logistikzentren und Transport. Erfolgreich bezieht sich insbesondere auf vier Kernthemen: Maximaler Endkunden-Service, optimale Gesamtwirtschaftlichkeit, operative und strategische Flexibilität sowie Nachhaltigkeit. Auf dieser Basis wurde die Omni Channel Machinery (OCM) entwickelt, welche als Logistik-Plattform konsequent das Thema Mehrkanal-Distribution adressiert. 
11:00 - 12:00
Retouren-Handling neu gedacht  Matthias Lenkeit, Vanderlande  
Retouren im Versandhandel gehören zum Tagesgeschäft. Daher beschäftigen wir uns mit dem Thema modernes Retouren-Handling mit Automation. Es beschränkt sich nicht auf den reinen E-Commerce, sondern behandelt die typischen Retouren-Prozesse allgemeiner Natur anhand eines beispielhaften Lagers – und wie man durch Automation die Retouren besser im Griff hat. Schließlich geht es um die Kontrolle der Kosten pro Retoure. Konkret: Darum, die Kosten pro Retoure so gering wie möglich zu halten. Was wir auch sehen: Eine 100%ige automatisierte Retouren-Bearbeitung ist je nach Produktspektrum noch in weiter Ferne, da das Auspacken, Inspizieren, Einpacken weiterhin menschliches Geschick erfordert. Wer die Daten seiner Retouren kennt, der ist erfolgreicher. Wir beleuchten: 1. … warum man seinen Kunden kennen muss, 2. … was dazu benötigt wird, um Retouren schnell wieder vermarkten zu können und 3. … wie eine hohe Prozessqualität und ein schneller Durchlauf gewährleistet werden. 
12:00 - 13:00
Wie Supply‐Chain‐Netzwerke in Zukunft aussehen Bernd Stöger, KNAPP; Andreas Miller, Knapp  
Früher hat Supply Chain bedeutet, dass die Waren in die Shops gebracht werden mussten. Die größte Veränderung der letzten 10 Jahre war also auf jeden Fall das immense Wachstum im Onlinebereich. Ein Trend, der sich durch COVID‐19 noch mehr beschleunigt hat. Wenn sich das Geschäft dahingehend ändert, dass immer mehr Lieferungen an Endkunden gehen als an Shops, dann verändert das natürlich auch komplett die Rahmenbedingungen für die Logistik‐Lösung. So ergeben sich folgende Hauptthemen für die Zukunft, mit denen wir uns im Rahmen unserer Initiative New Urban Logistics beschäftigen: Flexibilität, Dezentralisierung, das Verschmelzen von E‐Commerce und stationärem Handel und natürlich alles rund um die Letzte Meile, vor allem im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit. Wie sollen Supply‐Chain‐Netzwerke in Zukunft aussehen, welche Prinzipien gelten dabei, um die Anforderungen an Effizienz, Flexibilität und Resilienz zu vereinen, und natürlich, am allerwichtigsten den Kunden den höchsten Service zu bieten.
10:00 - 13:00
Session 2 Software in E-Commerce und Retail
10:00 - 11:00
Künstliche Intelligenz löst Stammdatenprobleme und ermöglicht signifikante Einsparungen Patricia Rachinger, Logivations  
Wer kennt das Problem nicht: die Stammdaten, insbesondere die Dimensionen und Gewichte der gelagerten Produkte, Teile oder Kartons stimmen nicht. Ein Thema, das ständig hohen Aufwand in der Logistik verursacht und die Ursache für viele Störungen und Probleme ist. Gründe hierfür sind zumeist entweder ungenaue Stammdaten der Zulieferer oder der bis dato weitestgehend manuelle Prozess um die Stammdaten aufzunehmen. Sobald die zu vermessenden Objekte andere Formen als die einer Box aufweisen, wird es schwierig mit einem Maßband die Dimensionen richtig zu vermessen. Selbst wenn die Dimensionen richtig abgemessen wurden, sorgt der Faktor Mensch dafür, dass diese möglicherweise falsch an ein weiterführendes IT-System übergeben werden. Im Vortrag stellen wir die Lösung und Implementierungen eines Identifikationsarbeitsplatzes vor und zeigen anhand von Praxisbeispielen, wie diese bereits bei Kunden umgesetzt worden sind.
11:00 - 12:00
Warehouse-, Store- und Produktionsmanagement: So werden Prozesse digital und zukunftssicher Kilian Küsters, CIM  
Welche Vorteile und Möglichkeiten bietet die Einführung einer Lagerverwaltungssoftware? An einem Best-Practice-Beispiel wird gezeigt, wie man Unternehmen durch die Implementierung eine höhere Lieferfähigkeit und effizientere Prozessen realisieren konnte. Angebunden an das Warenwirtschaftssystem GWS und das ERP-System Microsoft Dynamics NAV (gevis), managt das Warehouse-Management-System ein Logistikzentrum mit Palettenlager, Fachbodenlager und Kragarmlager sowie die Produktion und einen ans Lager angeschlossenen Ladenverkauf.
12:00 - 13:00
„Headless“ & API-getriebener E-Commerce: Der nächste logische Schritt im Onlinehandel Felix Ostwald, Codept  
Die digitale Zukunft ist API-getrieben, auch die stetig boomende E-Commerce Industrie stellt dabei keine Ausnahme dar. Mit Headless & API-gesteuerten E-Commerce-Lösungen können Unternehmen ihre Prozesse optimieren - vom Content-Management bis zum Fulfillment- und auf die anspruchsvollsten, flexibelsten und modernsten Softwarelösungen zugreifen, ohne dafür viel Zeit & Geld in eigene IT-Entwicklung zu investieren. Für 70% aller Onlinehändler ist es zeitaufwändig, ihr Fulfillment-Netzwerk zu erweitern, um auf die besten Anbieter zugreifen zu können. Eine manuelle Suche, eine Ausschreibung und das Vergleichen verschiedener Dienstleister sind zeit- und kostenintensiv. Vor allem fehlt Händlern dabei oft die nötige Branchenexpertise. Bei der Auswahl eines Anbieters gibt es viele Herausforderungen, insbesondere beim Verständnis der oft komplexen Preisgestaltung sowie bei der Aushandlung von Verträgen und Servicelevel Verträgen. Mit Headless E-Commerce Logistik können Händler über eine REST-API eine Verbindung zu einer Fulfillment-Provider-Plattform wie Codept herstellen. Durch die Verbindung mit solchen Plattformen können Händler sofort, in Echtzeit und direkt auf verschiedene Fulfillment-Anbieter zugreifen und Ihren Warenkorb sofort mit einem Anbieter verknüpfen, sobald eine Bestellung aufgegeben wird. Dadurch sparen sich Händler nicht nur IT-Aufwand – das übernimmt die API – sondern auch die branchenüblichen Integrationskosten im 5-stelligen-Bereich entfallen. 
10:00 - 13:00
Session 3 Der Weg zur Smart Factory und Konzepte für Produktionslogistik
10:00 - 11:00
Flexible Lösungen für eine stufenweise Automatisierung in der Produktionslogistik  Philipp Reents, SSI Schäfer  
Im Vortrag wird gezeigt, wie durch die Automatisierung von Prozessen die Lead Time entscheidend beeinflusst werden kann, indem Bestände reduziert und Verfügbarkeit erhöht werden. Hierbei wird u.a. betrachtet, wie intelligente Wareneingangsprozesse durch IT-Unterstützung aussehen und wie modulare Förderlösungen für jeden Ladungsträger zur Optimierung der Materialflüsse gestaltet werden können. Auch auf effiziente Lagerung, verbesserte Versandprozesse, modulare Kommissioniersysteme sowie Robotik als Kernelement der Automatisierung wird eingegangen. Zudem wird eine ganzheitliche Produktionsanbindung dargestellt und wie Routenzuglösungen sowie fahrerlose Transportsysteme dazu beitragen können. Abschließend wird anhand von realisierten Kundenprojekten aufgezeigt, wie der Schritt von manuellen Prozessen zu einem höheren sowie durchgängigen Automatisierungsgrad erfolgreich gelingen kann und dadurch Kosten eingespart werden können.  
11:00 - 12:00
Warum wir aus einem U ein O machen – Die Zukunft der Produktionslogistik mit der O-Zelle Christian Schulz, Neolog  
Die O-Zelle ist eine 360-Grad-Produktionszelle, sie bricht gewollt mit einigen Leanregeln und stiftet als innovative Alternative Nutzen für Werker und Wertschöpfung. Waren Produktionszellen früher in U-Form gestaltet, werden nun in der O-Zelle Mitarbeiter kreisförmig um einen Roboter angeordnet, der Waren andient. – Mit der O-Zelle kommt die Station zum Werker, nicht mehr umgekehrt. Während bei U-Zellen ein produktionsnaher Supermarkt zu unterhalten ist, entfällt dieser bei der O-Zelle, da Robotik ermüdungsfrei Waren aus Behältnissen entnehmen kann, die wahlweise unter- oder oberhalb der Arbeitsfläche angeordnet sind. Kundenspezifische Aufbauten aus Rohrklemmsystemen kennzeichnen die gesamte O-Zelle, deren Warenzu- und -abfluss nur noch über eine einzige Schnittstelle vonstattengeht: Diese ist ebenfalls automatisierbar, sodass der gesamte intralogistische Prozess von Warenlager bis Montagearbeitsplatz digitalisiert ist. Ein Beitrag zur Zukunft der Produktionslogistik.  
12:00 - 13:00
Von sozialen Robotern und der Rolle des Menschen – wie die Digitalisierung die Produktionslogistik verändert Jana Jost, Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML  
Die Digitalisierung schreitet stetig voran und mehr und mehr Technik erhält Einzug in Produktions- und Logistiksysteme. Hierdurch verändert sich auch die Rolle des Menschen und die Anforderungen an technische Systeme sind nicht länger nur von Normen und Prozessen geprägt. Stattdessen halten soziale Roboter, die ihre Verhaltensweisen an den Menschen anpassen und ihm intuitive Interaktionsmöglichkeiten anbieten, Einzug in die Fabriken von morgen.  
10:00 - 13:00
Session 4 FTS in der Produktionslogistik
10:00 - 11:00
Ladelösungen für FTS – von der Applikation zum Produkt  Dominik Kübler, Conductix-Wampfler  
Wie gestaltet sich häufig die aktuelle Situation und was sind typische „Pain-Points“ auf FTF-Anwenderseite? In diesem Vortrag nehmen wir den Betrachtungswinkel eines Kunden ein und beleuchten zunächst die Applikation FTF, die Aufgabenstellung und die Umgebungsbedingen des automatisierten Fahrzeugs. Durch die Flexibilität in der Produktauswahl unabhängig von der Technologie kann die volle Aufmerksamkeit zunächst auf der Kundenanforderung liegen. In fast allen Fällen geht es hierbei um die bestmögliche Integration und die Automatisierung der FTF in das Gesamt-Konzept einer automatisierten und vernetzten Lagerlogistik. Insbesondere beim Vergleich der unterschiedlichen Ladelösungen eines FTS macht es Sinn diesen Ansatz zu wählen. Schwerpunkt des Vortrags wird die Gegenüberstellung von induktiver und konduktiver Ladeinfrastruktur sein. Im speziellen werden folgende Produkte angeführt: Ladekontakte mit modularem Aufbau, Ladesysteme in Bewegung – Ladesegmente – sowie induktive Punkt-zu-Punkt Ladestationen. 
11:00 - 12:00
Die Smart Factory ist Realität! Fertigungssteuerung und Fahrerlose Transportsysteme arbeiten Hand in Hand Dr. Tobias Staab, Jungheinrich Logistiksysteme ; Ferdinand Baaij, TRUMPF Werkzeugmaschinen  
Als Hochtechnologieunternehmen begleitet TRUMPF seine Kunden seit Jahren auf dem Weg zur vernetzten Fertigung. So wurde auch die Vision einer Smart Factory, also einer ganzheitlichen, digitalisierten Produktion Schritt für Schritt Realität. Das umfasst neben der Fertigungssteuerung und Integration der einzelnen Bearbeitungszentren auch den automatisierten Materialfluss zwischen Maschinen, Zwischenpuffern und folgenden Prozessschritten wie Kommissionierung und Warenausgang. Um den Materialfluss mit Blick auf die komplexen Anforderungen der Blechwelt und im Einklang mit der Vision der Smart Factory zu automatisieren, starteten Jungheinrich und TRUMPF im Jahr 2019 eine Partnerschaft für eine gemeinsame Intralogistiklösung. 
12:00 - 13:00
Automatisierungs-Systeme in der Produktionslogistik und FTS-Integration in Produktionsumgebungen  Florian Kratzer, Still  
Kaum ein anderer Logistikbereich ist so stark prädestiniert für den Einsatz fahrerloser Transportsysteme (FTS) wie die Produktionslogistik mit ihren wiederkehrenden Abläufen. Ob Gabelstapler und Lagertechnikfahrzeuge, Unterfahr-Fahrzeuge oder Routenzugsysteme - automatisierte Transportsysteme bieten hier enormes Potential. Effizienz, Rentabilität und Flexibilität können gesteigert, Sicherheit deutlich erhöht werden. Aber nicht jedes Transportsystem ist gleichermaßen für alle Anforderungen geeignet – und leider gibt es auch in der automatisierten Produktionslogistik nicht die sprichwörtliche eierlegende Wollmilchsau. Umso mehr gilt: Bei der Auswahl des passenden Transportsystems gut beraten zu sein und eine fundierte Entscheidung zu treffen, zahlt sich aus. Hier setzt der Vortrag an: Mit einem strukturierten Überblick über die Möglichkeiten der Automatisierung in der Produktionslogistik und ihren besonderen Stärken in unterschiedlichen Anwendungsbereichen. Und mit einem spannenden Ausblick in die Zukunft intelligenter Systeme durch die Integration von FTS in die Produktionsumgebung. 

Parallele Sessions

13:00 - 13:30
Pause: Mix & Match Pause: Mix & Match
13:00 - 13:30
Pause: Mix & Match

Parallele Sessions

13:30 - 14:00
Keynote 2 Keynote 2
13:30 - 14:00
Wie Automatisierung das Lager der Zukunft beeinflusst – das intelligente Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine Winnie Ahrens, Dematic  
2020 war ein herausforderndes Jahr für den Handel. Die Pandemie hat aber den Prozess nur beschleunigt, der schon vor längerer Zeit begonnen hat: Der rasante Aufstieg des E-Commerce, des E-Food, die Diversifizierung der Verkaufskanäle und die Notlage des klassischen Ladengeschäfts. E-Commerce ist der Trend- Baustein im komplexen Einzelhandelsgeschehen. Die komplette Lieferkette wird derzeit von den Händlern neu bewertet und einer Reorganisation unterzogen. Die Covid19-Pandemie war mit der Maßgabe des Social Distancing die Initialzündung für diesen. Drei aktuelle Optionen des Einzelhandels:1. Micro-Fulfillment erlaubt das Verarbeiten von E-Commerce-Aufträgen kundennah aus einem Supermarkt oder Einkaufszentrum heraus (siehe WalMart in USA) und optimieren die letzte Meile. 2. Kommissionier-Supermärkte (Dark Stores) als lokale Verteilzentren, die ausschließlich Omni-Channel-Aufträge erfüllen und zur Auslieferung bereitstellen. 3. Neu- oder Umbau von Lagern und Distributionszentren mit einem höheren Automatisierungsgrad.

Parallele Sessions

14:00 - 17:00
Session 5 Logistik-Konzepte und Automatisierung in E-Commerce und Retail
14:00 - 15:00
Up & Away - Pallet Storage der nächsten Generation  Frank Domke, Volume Lagersysteme  
Der anhaltende Boom im E-Commerce hat pandemiebedingt nochmals deutlich an Tempo gewonnen. Ausschließlich manuelle Systemlösungen im Bereich der Intralogistik werden diese Entwicklung mittel- bis langfristig nicht mehr bedienen können. Heute bestellt, morgen geliefert – dieser Anspruch wird nicht nur an kleinvolumige Produkte gestellt, sondern auch an größere – wie etwa Getränkekisten, Möbel, Weiße Ware, Equipment fürs Grüne (Gartengrill & Co.) und Materialien aus dem Baumarkt im B2C-Bereich sowie Bauteile im B2B-Sektor.Ergo sind im Zuge der Auftragsabwicklung hohe Durchsatzleistungen gefordert, die auf manuellem Wege nicht leistbar sind. Auch der Faktor Ergonomie wird immer wichtiger. Über allem schwebt zudem der anhaltende Kostendruck. Herkömmliche Lösungen auf Basis von Breitgang-/Schmalganglagern oder Lagern mit Regalbediengeräten beanspruchen allein wegen ihres Konstruktionsprinzips viel Platz, bei manuellen Applikationen sind zudem Men-Power und Staplerunterstützung erforderlich. Wer neu bauen und Investitionen moderat halten möchte, ist angesichts steigender Bodenpreise darauf angewiesen, das Distributionszentrum weit weg von der Stadt zu errichten. Alternative ist ein kleineres, aber näher am Kunden gelegenes Lager, sodass kurze Transportwege gewährleistet sind (Stichwort: Micro-Fulfillment). Die Lösung kann ein skalierbares, ultrakompaktes Paletten-Shuttle-System sein. 
15:00 - 16:00
Logistik als Erfolgsfaktor im E-Commerce – Das Playbook für schnell wachsende Direct-to-Consumer Brands   Dirk Haschke, Descartes Systems (Germany)   
Der enorme Erfolg des Online-Handels ist nicht erst seit der Corona-Krise im kontinuierlichen Aufwind. Mit diesem Wachstum steigen jedoch auch die Serviceansprüche der Kunden, und die Erwartungen an das Online-Einkaufserlebnis sowie die anschließende Lieferung sind hoch. Doch wie hängen Lagerlogistik und glückliche Kunden zusammen? Ein positives Einkaufserlebnis – vom Einkauf im Online-Shop bis hin zur Retoure – ist von enormer Relevanz für Händler. Der Kunde erlebt und spürt die Logistik an vielen verschiedenen Teilen des Online-Einkaufsprozesses. Die Zeit, wo Logistik als ein reiner Kostenfaktor betrachtet werden konnte, ist lange vorbei. Für D2C Brands, die ein rasantes Wachstum erfahren, sind daher starke Lagerlogistik-Prozesse ein absolutes Must-have. Hierbei ist die Auswahl des entsprechenden Systems von entscheidender Bedeutung.  Die Aufgabe einer Lagerlogistiklösung/eines Warehouse Management Systems (WMS) besteht darin, dem Händler im Hintergrund die Möglichkeiten zu schaffen, dass er die Anforderungen der Kunden in vielfacher Weise erfüllen kann und diese somit zu einem nachhaltigen, erfolgreichen Unternehmenswachstum beitragen. In diesem Vortrag erhalten die Teilnehmer zahlreiche Praxisbeispiele aus über 500 E-Commerce Lager-Projekten, die ihnen helfen, ein nachhaltig positives Online-Kauferlebnis für ihre Kunden zu generieren. 
16:00 - 17:00
Intralogistische Herausforderungen im E-Commerce Stefan Wahlen, OPUS//G - Objektorientierte Programmierung und Systemtechnik GmbH  
Der Vortrag legt den Schwerpunkt auf den optimierten Kommissionier und Konsolidierprozess in einem Multi-Channel Designer-Outlet, zeigt die technische Lösung (inkl. eingesetzter Hardware: Touchcomputer, MDE, etc.) und stellt die Versand- & Retourenabwicklung vor. Best Practice für modernen E-Commerce!
14:00 - 17:00
Session 6 Der Weg zur Smart Factory und Konzepte für Produktionslogistik
14:00 - 15:00
Pause
15:00 - 16:00
Smarte Produktionslogistik - Logistiklösungen für eine intelligente Produktionsversorgung Christian Brauneis, KNAPP  
Änderungen des Konsumentenverhaltens haben grundlegende Auswirkungen auf die Produktion. Durch den zunehmenden Wunsch nach Individualisierung wird eine herkömmliche Fließbandfertigung nicht mehr umsetzbar. Die Masseneinzelfertigung mit Losgröße 1 ist Alltag geworden. Dadurch sind die Anforderungen and die Logistikprozesse stark gestiegen. Vernetzte, flexible Technologien sind gefordert, um eine individuelle Serienfertigung möglich zu machen und den Weg zum Konsumenten zu verkürzen. Anhand des Referenzprojektes Terberg Benschop werden im Vortrag intelligente Module zur Produktionsversorgung im Wareneingang, der Lagerung und im Warenausgang aufgezeigt. Das reicht vom manuellem Decanting, über die Befüllung von Kanban-Behältern bis hin zur Routenzugbeladung. Darüber hinaus wird auf die einzelnen Technologien, wie dem OSR Shuttle Evo als Lagersystem, den Open Shuttles als fahrerlosem Transportsystem und Vision-Lösungen zur integrierten Qualitätssicherung eingegangen.
16:00 - 17:00
So geht Zukunft: Der Weg zur Smart Factory Thomas Bischof, Servus Intralogistics  
In vielen Regionen dieser Welt ist die Ressource Mensch ein knappes Gut. Umso essentieller ist Automatisierung für den Unternehmenserfolg geworden. Um erfolgreich zu sein, sind vor allem Kreativität und Innovation im Bereich der Digitalisierung und Robotik von der Automobilindustrie gefordert. Die Firma Hirschmann Automotive aus dem österreichischen Rankweil hat in eine Lösung in ihrem Werk im tschechischen Vsetin investiert – mit Servus Intralogistics als Partner. Die Digitalisierungsstrategie von Hirschmann Automotive verfolgt das Ziel, innovative, digitale und nachhaltige Lösungen zur Optimierung aller Wertschöpfungs- und Administrationsprozesse einzusetzen. Im Rahmen dieser Zielsetzung arbeitet das Rankweiler Unternehmen bereits seit einigen Jahren intensiv an der digitalen Transformation der Produktionsstandorte hin zur Smart Factory. Das Ziel ist die signifikante und nachhaltige Steigerung der Effizienz, Flexibilität, Durchlaufzeit und Prozesssicherheit. Ermöglicht wird dies durch den Datenaustausch mit Produktionsressourcen, die intelligente Automatisierung sowie die Verknüpfung von Prozessen und Anlagen, nicht zuletzt auch durch die Visualisierung und Analyse von Echtzeitdaten an interaktiven Screens und mobilen Endgeräten.
14:00 - 17:00
Session 7 Robotik in E-Commerce und Retail
14:00 - 15:00
Kollaborierendes Palettieren mit hohen Traglasten Tobias Kieferl, YASKAWA Europe  
Kollaborative Roboter, so genannte Cobots, ermöglichen eine echte Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK). Das heißt, sie können im direkten Kontakt mit dem Bediener sicher eingesetzt werden. Dementsprechend bieten sie im Vergleich zu herkömmlichen Industrierobotern entscheidende Vorteile: Da sie ohne Schutzzaun arbeiten, benötigen sie weniger Platz. Zudem sind sie deutlich flexibler und lassen sich per Handführung leichter bedienen und umprogrammieren. Damit sind kollaborative Roboter auch ideal für Handling- und Palettieraufgaben in der Intralogistik geeignet. Vor allem bei körperlich belastenden Arbeiten können Mitarbeiter dadurch unterstützt werden, z. B. beim Palettieren größerer Kartons, Kisten oder anderer stapelbarer Güter. Das Heben solcher hohen Lasten übernimmt der Roboter, um die Arbeitsplatzergonomie zu verbessen und den Mitarbeiter für kognitiv anspruchsvolle Tätigkeiten einsetzen zu können. Doch es geht noch mehr: Beispielsweise MRK-fähige Hybridroboter. Dabei handelt es sich um vollwertige Industrieroboter, die einerseits mit hoher Geschwindigkeit arbeiten können, aber auf eine sichere, reduzierte Geschwindigkeit zurückfallen, sobald sich der Mensch unmittelbar im Arbeitsraum befindet. Im Industriemodus, wenn also kein Mensch gefährdet wird, kann der Roboter mit Höchstgeschwindigkeit betrieben werden. Abgerundet wird der Vortrag von einem Praxisbeispiel.
15:00 - 16:00
Mobile Roboter automatisieren den Versandhandel Jörg Faber, Mobile Industrial Robots; Erich Schlenkrich, TGW Logistics Group  
Bereits vor Covid-19 hat der rasant zunehmende globale Trend hin zum E-Commerce die Welt der Logistik auf den Kopf gestellt. Bequemes Bestellen von zuhause, schnellstmögliche Lieferung am nächsten Tag und der On-Demand Zugriff auf den Lieferstatus lassen die Anzahl der Online-Bestellungen explodieren. Die Schließung des stationären Handels bedingt durch die Pandemie hat diesen Trend zusätzlich verstärkt. Synchron zu dieser Entwicklung wächst auch die Logistikbranche und sieht sich dabei mit enormen Herausforderungen konfrontiert: Erwartete Verfügbarkeit rund um die Uhr, geringere Leistungen pro Lieferziel und hohe Retourmengen sind nur einige davon. Wo es zuvor galt, zielgerichtete und Output-orientierte Systeme zu entwerfen, ist nun Dynamik und Flexibilität gefordert. Nur indem starre Prozesse aufgebrochen werden, lässt sich die geforderte Individualisierung der Bestellungen im E- Commerce umsetzen. Doch wie lassen sich diese Herausforderungen meistern? Eine wichtige Stellschraube ist die Automatisierung der Logistikprozesse mit Hilfe autonomer mobile Roboter (AMR). Welche neuen Möglichkeiten sich durch den Einsatz von AMR und Robotik im E-Commerce eröffnen und wie diese bestmöglich mit notwendigen manuellen Prozessen verknüpft werden können, schildert der Vortrag. 
16:00 - 17:00
Lagerautomatisierung: Kollaborative Roboter steigern die Produktivität Jürgen Heim, 6 River Systems  
Die steigende Anzahl von Stock Keeping Units (SKU), der Trend zu Einzelbestellungen sowie individuell angepassten Produkten erfordert immer kleinteiligere, aber hochpräzise Kommissionierprozesse, die sich mit der manuellen Kommissionierung nur schwer umsetzen lassen. Gleichzeitig wird es für Fulfillment-Betreiber immer schwieriger, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und im Unternehmen zu halten. Ein weiteres Problem: Während saisonaler Spitzen müssen häufig zusätzliche Mitarbeiter temporär engagiert werden, die aber erst nach mehreren Tagen oder sogar Wochen das geforderte Produktivitätslevel erreichen. In Kombination mit einer veralteten Lagerinfrastruktur führt dies dazu, dass Automatisierungslösungen immer mehr in den Fokus geraten. Dabei sind drei Aspekte einer automatisierten Fulfillment-Lösung entscheidend für den Erfolg: Die Systeme müssen modular und skalierbar sein, damit schnell und flexibel auf Änderungen von Menge und Nachfrage reagiert werden kann. Sie sollten zu kontinuierlichen Verbesserungen wie der Steigerung der Auslastung und Wertschöpfung führen und letztlich schnell zu implementieren sein, ohne dass der laufende Betrieb unterbrochen werden muss. Kollaborative Roboter (Cobots) eignen sich optimal dafür. Sie erfüllen diese Kriterien, steigern die Effizienz im Lager und stellen so sicher, dass die Kosten sinken.   
14:00 - 17:00
Session 8 Logistik-Systeme in der Produktion
14:00 - 15:00
Digitalisierung und nachhaltige Palettierung in der Produktionslogistik Kai Menges, Körber Supply Chain  
Digitalisierung und Nachhaltigkeit spielen eine immer größere Rolle in der Produktionslogistik. Davon ist auch die Palettierung stark betroffen, da aufgrund von Nachhaltigkeitsanforderungen oftmals Verpackungsmaterialien z.B. Folien durch Papier ersetzt werden oder eine Reduzierung des Verpackungsmaterials erfolgt. Dieser Trend bringt auch eine Veränderung in der Handhabung der zu palettierenden Produkte mit sich. Diese Veränderungen wirken sich primär auf die Handhabung der Produkte aus, da diese wesentlich sanfter gehandhabt werden müssen, um Beschädigungen zu vermeiden. Zusätzlich sind starke Anforderungen an die Flexibilität einer Anlage zu verzeichnen, da Hersteller oft mit stetig zunehmender Anzahl von Produktionseinheiten konfrontiert sind. Mit Hilfe unserer innovativen Palettier-Systeme in Kombination mit Digitalisierung, gelingt es uns, die notwendige Flexibilität und auch die Anforderungen der Nachhaltigkeit zu erreichen, um so, die nach wie vor gewohnte und erwartete Leistung zu realisieren. Erfahren Sie in diesem Vortrag, welche Lösungen wir für diese Herausforderungen gefunden haben. 
15:00 - 16:00
Brownfield-Automatisierung eines Produktionslagers am Beispiel eines Automobilzulieferers Adrian Klöpfer, DAMBACH Lagersysteme  
Der Vortrag referiert über die neuesten Entwicklungen im Bereich der Brownfield-Lagerautomatisierung. Mit einer anwenderorientierten Betrachtungsweise bildend die Themen „Flexibilität von Lagersystemen“ und „Intelligente Materialflusssteuerung“ die Grundlagen der Ausführungen. Zudem werden die Treiber für Innovationen im Bereich der Brownfield-Lagerautomatisierung (Nachhaltigkeit, Skalierbarkeit, Flexibilität, Raumausnutzung und Implementierungsmöglichkeiten) bewertet.
16:00 - 17:00
Ganzheitlich vernetzte Materialflüsse schaffen eine Smart Factory Simon Kallinger, viastore SOFTWARE  
Die Kernpunkte des Vortrags: Anforderungen an die Produktionslogistik bei der Vacom GmbH: Ausgangssituation und Anforderungen an das Projekt. Überblick über die IT-Struktur und Aufgabenteilung der verschiedenen Systeme. Was macht die Smart Factory aus? Nutzen der Smart Factory.

Parallele Sessions

17:00 - 17:30
Schlussrunde mit den Referenten des Tages
17:00 - 17:30
Die Zukunft der Logistik in Produktion und Lager - wo geht die Reise hin? Helmut Prieschenk, WITRON Logistik + Informatik; Martin Schrüfer, WEKA BUSINESS MEDIEN; Bernhard Reitberger, System Logistics

Tag 2 - Mittwoch, 16. Juni 2021

Parallele Sessions

09:00 - 09:15
Begrüßung Begrüßung
09:00 - 09:15
Begrüßung Daniel Schilling, WEKA BUSINESS MEDIEN; Meinolf Droege, WEKA BUSINESS MEDIEN
09:15 - 10:15
Keynote 3 Keynote 3
09:15 - 10:15
Wo steht der deutschsprachige Werkzeugbau auf dem Weg zu 4.0? Ralf Dürrwächter, Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer  
Erkenntnisse und Standortbestimmung im nationalen und internationalen Vergleich auf Basis von Umfragen des VDWF-Arbeitskreis „4.0 im Werkzeugbau“ sowie des Unternehmensbenchmarks „Marktspiegel Werkzeugbau“.

Parallele Sessions

10:15 - 13:00
Session 9 Digitale Vernetzung zwischen Konstruktion und Produktion
10:15 - 11:15
Metall-3D-Druck für den Werkzeug- und Formenbau Mathias Gebauer, Fraunhofer IWU  
Laser Powder Bed Fusion, ein pulverbettbasiertes additives Fertigungsverfahren, bietet zahlreiche Möglichkeiten in Werkzeugen und Formen bestehende Funktionalitäten zu verbessern oder auch neue Funktionalitäten zu integrieren. Dabei wird in geometrische Funktionalisierung und integrative Funktionalisierung unterschieden. Zur geometrischen Funktionalisierung zählen beispielsweise funktionale Hohlräume und Kanäle oder auch zellulare Strukturen, welche vor allem in Werkzeugen als Temperierkanäle oder zur Beeinflussung des tribologischen Systems genutzt werden. Die integrative Funktionalisierung umfasst vorranging die Integration von Sensorik/Aktorik. Im vorliegenden Beitrag werden Beispiele für die Herstellung von Werkzeugen und Formen mit entsprechender Funktionalisierung vorgestellt und der erreichte Mehrwert aufgezeigt.
11:15 - 12:15
Simulation als Entscheidungshilfe im Werkzeug- und Formenbau Steffen Paul, SimpaTec  
Konstruktion und Simulation – kunststoffgerechtes Design, Hotspots, Wanddicken, Bindenähte | Bis zu 80 % der Gesamtkosten werden durch das Bauteil Design bestimmt. Bereits in der Bauteil-Entwicklung sind die meisten Probleme bei der Bauteilherstellung erkennbar und damit durch Bauteil-Anpassungen zu verhindern. Simulativ können diese parallel zur Konstruktion ermittelt und Lösungen erarbeitet werden. Heißkanäle für höhere Leistungen – Einfluss und Vergleich zu Kaltkanalsystemen in der Simulation | Heißkanäle sind zwar teurer, können andererseits viele Problematiken lösen. Gezielte Steuerung und Temperaturregelung führt zu stabileren Prozessen und besseren Bauteilen. Oftmals sind Eigenschaften wie Ebenheit, Oberflächengüte, wenig Eigenspannungen … für Kunststoff-Bauteile gefordert. Simulativ ermittelte Einflussfaktoren wie Scherung, Temperaturen, Fließgeschwindigkeiten liefern einen tiefgreifenden Einblick, um diese Eigenschaften vorherzusagen und diese beeinflussen zu können. Temperiertechniken für kürzere Zyklen und Teilequalität – Vergleich konventionelle Temperierung, konturnah | Mit gezieltem Einsatz konturnaher Temperierung können viele Prozesse optimiert bzw. Bauteilqualitäten erzielt werden. In Kombination mit wärmeleitfähigen Werkzeugmaterialien ist es möglich, das Potential optimal auszuschöpfen. Eine 3D-Temperiersimulation unterstützt die Werkzeugentwicklung und bildet eine fundierte Grundlage für Entscheidungen der Auslegung von Temperiersystemen. Formenbau und Industrie 4.0 – virtuelle Werkzeugabmusterung mittels DOE | Eine virtuelle Werkzeugabmusterung unterstützt bereits im Vorfeld der Produktion und reduziert die Anlaufphase in der Produktion. Wesentliche Einflussfaktoren für die Prozessstabilität und ein Prozessfenster werden ermittelt.
12:15 - 13:00
Industrielle Computertomographie und Bauteildigitalisierung als Schnittstelle zwischen Reverse- Engineerung und Closed Loop Sara Furtner, Haidlmair  
Der Vortrag gliedert sich in 3 Themenbereiche:  Möglichkeiten der Bauteildigitalisierung und Datenerfassung bei HAIDLMAIR  Industrieller Computertomograph CT Modular (YXLON)  Einsatzbereiche und konkrete Beispiele aus der Praxis bei HAIDLMAIR HAIDLMAIR verwendet seit 2019 den industriellen Computertomographen CT Modular (YXLON) am Standort Nußbach. Der CT Modular ist einer der größten industriellen Computertomographen (iCT) Österreichs und bietet mit 2 verschiedenen Röhren (eine Minifokusröhre und eine Mikrofokusröhre) und 2 verschiedenen Detektoren (Flachbilddetektor und Zeilendetektor) eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten. Zusammen mit vielen anderen Messsystemen, wie dem GOM ATOS III TS, können Bauteile visuell, dreidimensional vermessen und digital, zerstörungsfrei visualisiert werden. Diese Prüfungen analysieren die Bauteile und lassen Rückschlüsse auf zukünftige Bauteiloptimierungen zu. Die gewonnenen Erkenntnisse können wiederum in vielen Bereichen des Unternehmens verwendet werden, um zukünftige Werkzeuge weiter zu optimieren (zb. in der Konstruktion und in der Simulation). Darüber hinaus besteht die die Möglichkeit die Daten zum Beispiel für den 3D-Druck aufzubereiten und einen digitalen Zwilling des Produktes zu erstellen. Diese Vorteile werden bei HAIDLMAIR vor allem für Optimierungen von Kundenprodukten (Endprodukte, die mit HAIDLMAIRWerkzeug gespritzt wurden) genutzt. Zusätzlich nutzt HAIDLMAIR die Ergebnisse, um eigene neue Entwicklungen in der Fertigung zu evaluieren und verschiedene Produktionsparameter zu vergleichen.

Parallele Sessions

13:00 - 14:00
Pause: Mix & Match Pause: Mix & Match
13:00 - 14:00
Pause: Mix & Match

Parallele Sessions

14:00 - 17:00
Session 10 Neue Verfahren im Formenbau
14:00 - 15:00
Additiv gefertigter Heißkanal für neue Wege im Formenbau Florian Larisch, HASCO hot runner  
Mit dem additiv gefertigten Heißkanal, am Markt unter dem Namen Streamrunner, beginnt ein neues Zeitalter in der Welt der Heißkanaltechnik. Die additive Fertigungstechnologie bietet hohe Gestaltungsfreiheit und durchbricht die bisherigen Grenzen bei der Konstruktion von Heißkanalverteilern.
15:00 - 16:00
Zykluszeiten reduzieren und Produktqualität sichern durch adaptive Mehrkreis-Impulstemperiersysteme Achim Freyer, ONI Rhytemper  
Gezielte Temperierung und Überwachung der einzelnen Werkzeugzonen beeinflussen die Formteilqualität positiv und Zykluszeiten lassen sich teilweise drastisch reduzieren. Eine Schlüsselposition nimmt dabei die zyklusgebundene Mehrkreis-Impulstemperierung ein. Diese Systemtechnik bietet Anwender gegenüber konventionellen Temperiersystemen - neben der Realisierung erheblicher Einsparpotentiale - erhebliche Vorteile in Richtung Qualitätsoptimierung und Zykluszeitreduzierung. Die Impulstemperierung arbeitet im Gegensatz zur konventionellen Mehrkreistemperierung synchron zum Spritzgießprozess. Zyklusabhängige Signale aus der Spritzgießmaschine werden in den Regelungsablauf der Temperierung eingebunden und ermöglichen so eine genauere, „zyklusgebundene“ Temperierung des Formteils.
16:00 - 17:00
Hybridfertigung als perfekte Kombination von konventioneller und Additiver Fertigung Gerald Simmer, Haidlmair  
Unter Hybridfertigung versteht man die Kombination von Laserauftragsschweißen mittels Pulverdüse und konventionellem Fräsen in einem. Dadurch ergeben sich zahlreiche erweiterte Möglichkeiten in der Fertigung von Bauteilen. Verschiedenartige Materialpaarungen können miteinander kombiniert werden und geben dem Konstrukteur in der Auslegung eines Bauteils viele weitere Möglichkeiten, die alleine mit einer konventionellen Bearbeitung nicht machbar wären. Dadurch kann in der Auslegung gezielter auf den Einsatzzweck des Bauteils hinsichtlich Wärmeleitfähigkeit, Verschleißschutz oder Standzeit eingegangen werden. Bei HAIDLMAIR kommt diese Technologie im Moment für verschiedene Anwendungen zum Einsatz. Eine Funktion ist die Bauteilauslegung mit besonderem Augenmerk auf deren Funktion als Kühlkörper in Spritzgießwerkzeugen. Hierbei kann durch smarte Anordnung von Kanälen im Bauteil eine bessere Kühlwirkung erzielt werden. Eine weitere Anwendung ist die Kombination von verschiedenen Materialien, um Regionen im Werkzeug, die höherer Belastung ausgesetzt sind, verschleißsicherer auszulegen. Zusätzlich ergeben sich positive Effekte bei Reparatur- und Wartungsarbeiten an den Werkzeugen. Man muss beispielsweise ein verschlissenes Bauteil nicht mehr zur Gänze neu fertigen, sondern nur den besonders beanspruchten Abschnitt. Das spart Zeit und Geld und fördert die Nachhaltigkeit. Eine vierte Möglichkeit liegt in der Beschichtung von bestehenden Bauteilen als Korrosions- oder Verschleißschutz.

Parallele Sessions

17:00 - 17:15
Diskussion und Verabschiedung Diskussion und Verabschiedung
17:00 - 17:15
Diskussion und Verabschiedung

Tag 3 - Donnerstag, 17. Juni 2021

Parallele Sessions

09:30 - 10:00
Begrüßung Begrüßung
09:30 - 10:00
Begrüßung und Kongresseröffnung Daniel Schilling, WEKA BUSINESS MEDIEN

Parallele Sessions

10:00 - 17:00
Session 12 Lösungen für den Shopfloor
10:00 - 11:00
Integration von Bestandsanlagen in IoT-Systeme Hendrik Walzel, Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Augsburg  
Das Ziel des Internet of Things (IoT) im Kontext industrieller Umgebungen ist die Optimierung der industriellen Prozesse. Daher besteht ein Anliegen darin, physische Geräte wie Sensoren, Aktoren und Maschinen mit IT-Services zu verbinden, die die erzeugten Daten verarbeiten, relevante Informationen extrahieren und schließlich detaillierte Erkenntnisse liefern. In den letzten Jahrzehnten wurden viele Kommunikationsprotokolle entwickelt und sind immer noch im Einsatz, die die Kommunikation zwischen Geräten und Diensten ermöglichen. Die meisten Lösungen wurden jedoch für bestimmte Domänen entwickelt und bieten daher begrenzten Fähigkeiten in Bezug auf Kompatibilität und Interoperabilität. In diesem Vortrag wird in Kurzfassung ein Ansatz vorgestellt, der es erlaubt, verschiedene Geräte mit minimalem manuellen Aufwand in ein IoT-System zu integrieren. Dazu führt der Ansatz zwei Abstraktionsebenen ein. Die erste Ebene abstrahiert die Fähigkeiten der Geräte mit Hilfe eines Skill-basierten Modells. Der Zugriff und die Interaktion mit einem Gerät basiert damit auf dessen tatsächlichen Fähigkeiten sowie Funktionalitäten und nicht auf dem einfachen Lesen oder Schreiben von Eingabe- oder Ausgabewerten. Die zweite Ebene abstrahiert verschiedene Kommunikationsprotokolle basierend auf dem W3C Web-of-Things (WoT) Standard. Dies reduziert insbesondere den Implementierungsaufwand auf seitens des IoT-Systems, z. B. auf einem Gateway, da Einzelheiten der zugrunde liegenden Kommunikationsprotokolle nicht sichtbar sind. Dadurch unterstützt der vorgestellte Ansatz eine automatische Erkennung und Interaktion mit Geräten, unabhängig von den verwendeten zugrunde liegenden Kommunikationsprotokollen. Dies erleichtert die Integration und ermöglicht eine nahtlose Konnektivität, die die Grundlage für Smart Manufacturing ist.
11:00 - 12:00
Best practice: Wie Edge Computing eine vorausschauende Ventilwartung in der Halbleiterindustrie ermöglicht Hans Klingstedt, Smart Systems Hub  
Das in diesem Vortrag vorgestellte Projekt ist das längste der vom Smart Systems Hub angebotenen Co-Innovationsformat: die „Digital Product Factory“. Mit Fokus auf einen beschleunigten Go-to-Market ist das Ziel der 3-monatigen Projektphase ein MVP oder eine marktfähigen 80%-Lösung.Die Challenge im vorgestellten Use Case kommt von Globalfoundries – einem US-amerikanischen Halbleiterhersteller mit weltweit über 16.000 Mitarbeitern und dem größten und modernsten Halbleiterwerk Europas am Standort Dresden. Produktionskritische Reinstwasserventile wurden hier bis dato durch Mitarbeiter und in einem mehrstufigen Analyseverfahren gewartet. Defekte an Ventilen waren nicht oder nur eingeschränkt vorhersehbar. Deshalb sollte die Wartung durch eine geeignete KI-basierte Sensorlösung ersetzt werden. Das Ergebnis, eine skalierbare Edge-Computing-Lösung, die gemeinsam mit Coderitter, Globalfoundries, Infineon, Sensry, T-Systems und einem Hub-Team entwickelt wurde, basiert auf speziellen Sensoren, die akustische Daten liefern, die direkt am Sensor mit KI- und Machine-Learning-Algorithmen analysiert werden. Die Lösung umfasst auch die Weiterleitung der Daten in die Cloud und die übersichtliche Darstellung in Dashboards.
12:00 - 13:00
Auf dem Weg zum digitalen Shopfloor im produzierenden Gewerbe Emil Nigl, GROB-WERKE  
Die Produktionshallen der Unternehmen sind heutzutage durch eine große Heterogenität im Maschinenbestand geprägt. Hochmoderne 5-Achs CNC Bearbeitungszentren und Automationen produzieren auf das µ genaue Bauteile neben alten schütz gesteuerten Bandsägen oder Pressen. Die Unternehmen und Anbieter von Digitalisierungsprodukten stehen vor der großen Herausforderung die Gesamtheit des Maschinenparks zu konnektieren und somit die Grundlage für ein digitales Abbild der Produktion und derer Optimierung zu erhalten. Bereits seit mehreren Jahren beschäftigen sich die GROB-WERKE intensiv mit der Entwicklung und Evaluierung von Lösungen für die eigene Produktion, was uns zu einem wichtigen Ansprechpartner für Kunden und Partner zum Thema Digitalisierung des Shopfloors macht. Bei der Auswahl und Implementierung der Produkte sollte immer der Mehrwert für den Nutzer beispielsweise in Form von erhöhter Qualität, reduzierter Stillstandszeit oder geringeren Verschleiß im Vordergrund stehen. Dies impliziert auch eine positive ROI (Return-on-Invest) Rechnung. In dem Vortrag „Auf dem Weg zum digitalen Shopfloor“ gibt Emil Nigl ihnen Einblicke welche Hindernisse und Hürden sie bei der Digitalisierung antreffen werden und welche Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start in das digitale IIOT(Industrial Internet of Things)- Zeitalter geschaffen werden sollten. 
13:00 - 14:00
Pause: Mix & Match
14:00 - 15:00
Warum Edge Computing Systeme für Ihre Anwendung in der Fabrikautomatisierung essenziell sind Armin Erich, InoNet Computer  
In der Produktionshalle zählt jede Sekunde. Hersteller müssen in der Lage sein, anfallende Daten schnell zu verarbeiten, um die Produktionsqualität sicherzustellen und rechtzeitig auf Abweichungen reagieren zu können. Vorausschauende Wartung und automatisierte Produktionsvorgänge steigern die Fertigungsqualität, die Standzeiten und Verfügbarkeit der Produktionsanlagen und somit die Wettbewerbsfähigkeit von Industrie-Unternehmen. Durch die fortschreitende Vernetzung und Kommunikation von Sensoren und Maschinen in der Produktionshalle entstehen immer größere Datenmengen, die zumeist in Echtzeit verarbeitet werden müssen. Dies erfordert unter anderem hohe Rechenleistung gekoppelt mit hoher Bandbreite und Anforderungen an geringe Latenzen. Mit Hilfe von Edge Computing können Daten maschinennah und lokal in Echtzeit auf dem Shopfloor verarbeitet werden und mit on-premise Cloud-Lösungen ist auch der Schutz sensibler Produktionsdaten vor dem unbefugten Zugriff Dritter sicher. Dabei werden sowohl Kosten für eine qualitätsgesicherte, breitbandige Übertragung von Daten in die public Cloud vermieden als auch potentielle Netzverfügbarkeitsprobleme eliminiert. Unser Edge-Computing Experte und Entwicklungsleiter Armin Erich erklärt anhand von praktischen Beispielen, warum Edge Computing-Systeme für Ihre Anwendungen in der Produktionshalle essenziell sind und worauf bei der Anschaffung von Embedded PCs und Komponenten je Anwendung und Anforderung geachtet werden muss.
15:00 - 16:00
Digitalisierung auf dem Shopfloor Wolfgang Horst Mahanty, OPTIMUM datamanangement solutions  
Das Ziel einer Aufwertung der manuellen Montage muss eine Produktivitätssteigerung bei gleichzeitiger Prozesssicherheit sein. Denn nur wenn gewährleistet ist, dass die Qualität der Produktion im gleichen Maße steigt, wie deren Geschwindigkeit, ist eine entsprechende Maßnahme zweckmäßig. Ein wesentlicher Faktor ist die Beherrschung der Variantenvielfalt und der damit verbundenen immer komplexer werdenden Arbeitsschritte. Grundlage einer hier ansetzenden digitalen Unterstützung sind die Prozessdaten. Diese auszuwerten, zu ordnen und vom Werker bis zum Produktionsplaner allen Beteiligten zugänglich zu machen, stellt einen der vielversprechendsten Ansätze für eine Effizienzsteigerung in der manuellen Montage dar. Ein Enabler hierzu ist die Kameratechnik, die mit Hilfe visueller Daten des Produktionsprozesses einen elementaren Bestandteil des digitalen Schattens bilden. Hierdurch lassen sich neben einem kontinuierlichen Qualitäts-Controlling der Montageprozesse diese weitaus detaillierter sequenzieren als dies in herkömmlichen, im ERP-System hinterlegten Arbeitspapieren der Fall ist –ohne dass es manuelle Rückmeldungen geben muss. Die so gewonnenen Informationen je Arbeitsschritt können mittels explorativer Visualisierung allen Beteiligten zur Verfügung gestellt und ausgewertet werden. Best Practices können schnell identifiziert und flächendeckend umgesetzt werden.
16:00 - 17:00
Die Balance zwischen OEE und Engpassmanagement Jonas Rothe, Magic Software Enterprises (Deutschland)  
Bestandsmanagement, Maschinenressourcen, wechselnde Kundenanforderungen, Produktkalkulation und Silos zwischen verschiedenen Teams und Abteilungen sind allesamt erhebliche Herausforderungen, die es zu überwinden gilt. Die gute Nachricht ist, dass Fertigungsunternehmen diese Engpässe mit datengetriebener Echtzeit-Transparenz und Konnektivität, die durch Industrie 4.0 ermöglicht wird, deutlich reduzieren können. Erfahren Sie im Vortrag, wie Dashboards Engpässe beseitigen, Konnektivität und Sichtbarkeit die Maschinenauslastung erhöhen und Datenkalkulation ungenaue Produktpreise vermeidet.
10:00 - 17:00
Session 13 Edge und Cloud
10:00 - 11:00
Fertigungs-Autonomie: Warum die Cloud allein unsere Probleme nicht lösen wird Marcus Niebecker, PROXIA Software  
Was passiert, wenn die Daten in einem Produktionsunternehmen plötzlich nicht oder nur sehr verzögert zur Verfügung stehen? Im schlimmsten Fall sorgt ein Datenmangel für einen Produktionsstillstand. Um das konzeptionell auszuschließen ist es sinnvoll, von der immer wieder diskutierten Frage „Cloud oder on premise?“ abzulassen, einen Schritt zurückzugehen und sich Gedanken über eine Vermischung der beiden Konzepte zu machen. Die Cloud als Ort zur Speicherung nahezu unendlich viele Daten und die Cloud als Ort für Analysen mit ihrer schier unerschöpflichen Rechenleistung, ist ein sinnvolle Ergänzung zu den operativen Systemen in der Produktion. Aber immer, wenn es darauf ankommt sicherzustellen, die relevanten Daten zur richtigen Zeit zugriffsbereit zu haben, kann es sinnvoll sein einen Teil der Daten und auch der Business-Logiken, welche Entscheidungen treffen, on premise vorzuhalten. Oberstes Ziel ist es, die „Fertigungs-Autonomie“ sicherzustellen und durch die Vermischung von Cloud- Edge- und on premise Technologien Die eigene Produktion mit einer „digitalen Schutzhülle“ zu versehen. Diese so zu implementieren, dass der interne, administrative, Aufwand auf ein Minimum reduziert wird und dabei eine autonome, digitale Produktion aufrecht zu erhalten, ist das Ziel hybrider MES-Systeme. Der Vortrag beinhaltet zahlreiche Beispiele aus der Anwendungspraxis anhand konkreter Case Studies in Produktionsunternehmen sowie Lösungsansätze der IT-Konzeption und Roadmap zur Umsetzung.
11:00 - 12:00
IIoT Framework – so verstehen sich OT und IT Frank Woortmann, PHOENIX CONTACT Electronics  
Die klassische Trennung von OT-Level und IT-Level gehört der Vergangenheit an. Seit dem Internet der Dinge sind alle Teilnehmer miteinander vernetzt und kommunizieren untereinander. Daraus resultieren viele Vorteile, wie z.B. die Analyse von Daten mittels KI und die damit verbundenen Produktivitätssteigerungen. Es führt aber auch zwangsläufig zu Herausforderungen, wie z.B. Kommunikationsproblemen zwischen Cloud-Diensten, ERP-Systemen, MES oder lokalen Datenbanken und der Maschinensteuerung. Das IIoT Framework von Phoenix Contact baut genau diese Brücke zwischen OT-Level und IT-Level und ermöglicht neben einer effizienten Datensammlung einen reibungslosen Datenaustausch zwischen allen Systemen und Geräten beider Welten. Die Daten werden normiert, so dass sie auf allen Ebenen transparent zur Verfügung stehen und nutzenbringend im Produktionsablauf eingesetzt werden können. Die offene Architektur ermöglicht eine flexible Erweiterung des IIoT Frameworks. In der Fertigung in Bad Pyrmont zeigt die gelungene Vernetzung von ERP, MES und anderen Systemen, dass ein IIoT Framework ein Schlüsselelement auf dem Weg zur Smart Factory ist.
12:00 - 13:00
Sensor to Cloud(s) and back: smarte Daten fürs IIoT Christian Knoop, Hans Turck  
Turcks Cloud-Experte Christian Knoop zeigt in seinem Vortrag, wie einfach moderne Maschinen- und Anlagenkonzepte mit Komplettlösungen für industrielle Cloud-Anwendungen realisierbar sind – vom Sensor bis in die Industrial Cloud und zurück. Sensoren werden dabei zu smarten Datenlieferanten fürs IIoT und stellen über IO-Link neben den Nutzdaten gleichzeitig Zusatzdaten für Condition Monitoring und Predictive Maintainance zur Verfügung. Feldbusmodule in IP67 für den direkten Einsatz vor Ort oder im Schaltschrank als IP20-Variante können dabei nicht nur die Rohdaten an SPS-Systeme übertragen, sondern auch parallel an Egde Controller, die diese bei Bedarf bereits vorverarbeiten und so die SPS entlasten.
13:00 - 14:00
Pause: Mix & Match
14:00 - 15:00
Konnektivitätslösungen für den Mittelstand verbinden OT & IT Elena Eberhardt, Schildknecht; Christian Gügel, PAESSLER  
- Wireless Connectivity für Remote Monitoring für mobile Maschinen (4G/5G) am Beispiel des Hebezugherstellers STAHL CraneSystems Lokale Maschinevernetzung auf dem Shopfloor am Beispiel eines Automobilproduzenten - Vernetzung zwischen OT & IT am Beispiel der Integration mit dem PRTG Monitor - Proof of Concept-Ansatz und Best Practice-Ansätze wie erfolgreich Projekte gestartet und skaliert werden können am Beispiel der Vorgehensweise der Schildknecht AG - IoT Connectivity zwischen Maschine & Cloud schnell und skalierbar mit der DATAEAGLE IIoT-Lösung von Schildknecht
15:00 - 16:00
Eine Brücke für die OT in die Cloud Mario Falkner, AUVESY  
Roboter, das IIoT, Cyberangriffe – die aktuellen Markttrends steigern die Nachfrage nach Change Control Systemen. Nicht zuletzt durch den gemeinsamen Antritt, Geld zu sparen und Ressourcen effizienter zu nutzen, rücken IT und OT immer näher zusammen. Noch immer stehen sie aber im Spannungsfeld zwischen einem bestmöglichen Schutz ihrer Produktionsdaten und der intelligenten Vernetzung mit Metadaten – Business Intelligence heißt das Zauberwort! Das Produktmanagement von AUVESY verfolgt die Vision, beides zu schaffen – private Daten im Netzwerk des Users verortet, also auf Edge-Basis, zu schützen und gleichzeitig eine übergeordnete, standortunabhängige Verwaltung dieser Daten durch einen Knotenpunkt zur Cloud zu ermöglichen. Mit versiondog bietet das Unternehmen der automatisierten Fertigung ganz unterschiedlicher Branchen eine herstellerunabhängige Versionierungs- und Change-Management-Software. Doch zunehmend besteht auf Kundenseite auch ein Interesse an einem einheitlichen Gesamtüberblick und der intelligenten Vernetzung der Daten. Daraus wurde die Idee des automation solution centers geboren, das als Edge-Lösung eine Brücke in die Cloud schaffen soll. Die Steuerzentrale führt Informationen aus der industriellen Automatisierung zusammen und verbindet sie über diverse Schnittstelle zu SaaS-Lösungen zum Beispiel mit Informationen aus dem ERP-System (z.B. aus SAP) oder mit Engineering-Daten.
16:00 - 17:00
Workshop: #einfachmachen: Kickstart zur digitalen Fabrik Martin Grune, infoteam Software; Christopher Ziegler, Actyx  
Auf dem Weg zur digitalen Fabrik ist es nicht immer leicht die richtigen Entscheidungen zu treffen. Oft ergeben sich Hürden und Herausforderungen, die auf den ersten Blick nicht offensichtlich sind. In den vergangenen Jahren haben wir in vielen Projekten auf diesem Weg Erfahrungen gesammelt. Wir möchten Ihnen den Einstieg erleichtern und in einem interaktiven Workshop unsere Best Practices mit Ihnen teilen. Wir geben Ihnen einen Bauplan an die Hand, der Sie bei der Konstruktion und der Entwicklung zu Ihrer digitalen Fabrik begleitet. Gemeinsam mit Ihnen gehen infoteam und Actyx in 30 Minuten auf die wichtigsten Erfahrungen ein. Wir binden Sie aktiv ein, indem wir Ihre Fragen beantworten und durch gezielte Umfragen den Workshop gestalten. Durch Ihre Antworten aus den kleinen Umfragen, kann der Detailgrad und die Richtung direkt, durch Sie als Zuseher, beeinflusst werden.

Parallele Sessions

10:00 - 14:00
Session 14 Digitale Produktion
10:00 - 11:00
Edge Computing und Indoor-Ortung: Vernetzung von Halle und Cloud Prof. Dr.-Ing. Stefan Brunthaler, Dr. Brunthaler Industrielle Informationstechnik  
Funktionen, die zeitnahe und intelligente Nutzer-Interaktion vor Ort in der Halle betreffen, werden mit lokalen IT-Komponenten umgesetzt, während die Datenhaltung und die Transaktionen aller Operationen auf einem gesicherten und für große Datenmengen und komplexe Berechnungen optimierten System im Hintergrund stattfinden: Cloud oder Rechenzentrum. Alle Funktionen ausschließlich in der Cloud zu platzieren ist u.a. problematisch wegen Verfügbarkeit der Internetverbindung, Internet-Performance, Vertrauen in den Cloud-Anbieter, Nachhaltigkeit (Bandbreite kostet Energie). Daher können Funktionen eines WMS vom Inneren der „Cloud“ an den Rand des Netzwerkes vorgelagert werden, also an den Ort des Geschehens. Ein kostengünstiges, flächendeckendes Indoor-Ortungs-System wie InLoc4Log übernimmt per Schnittstelle Prozess-Anforderungen vom Cloud-WMS und weist diese einem Akteur zu. Die Position des Akteurs wird getrackt (40 Zentimeter genau), sodass jede Aktivität erfasst und den Prozess-Schritten zugeordnet werden kann. Dadurch entfallen Interaktionen des Akteurs und das System kann dem Akteur ortsbezogene Hilfs-Informationen liefern,
11:00 - 12:00
Next level Kanban“ Digitalisierung von Produktionsversorgungsbereichen. Neue Potentiale auch für den Mittelstand. Jörg Nagel, Neoception
12:00 - 13:00
Was haben Nashörner und Ladungsträger gemeinsam? Peter Hofstetter, Sigfox Germany  
Ladungsträger spielen in jeder Supply Chain eine sehr wichtige Rolle. Sei es in der Automobillogistik zum Transport von Teilen vom Lieferanten zum OEM, in der Paketlogistik zum Transport von Paketen und Briefen oder im Pharmabereich zur Lieferung von flüssigen oder festen Bestandteilen von Medizinprodukten. In der Vergangenheit wurden zum Tracking der Ladungsträger RFID, Barcodes oder UWB Technologien eingesetzt. Jedoch können diese Technologien nur lokales, standortbezogenes Tracking ermöglichen, die Strecke zwischen Lieferanten und Werk oder zwischen Paketzentren kann trotz Telematik nicht in der gewünschten Transparenz auf Behälterebene überwacht werden. Bis dato waren keine kosteneffizienten Methoden bekannt ein durchgängiges, aktives Tracken der Ladungsträger zu gestalten. Bei der Deutschen Post DHL hat man schon sehr früh das Potenzial einer vernetzten Lieferlogistik erkannt um den Schwund von Ladungsträgern zu minimieren und die Supply Chain weiter zu automatisieren. Mit dem Sigfox 0G-Netz konnte erstmalig die nötigen Anforderungen nach einer weltweiten Verfügbarkeit, niedrigen Kosten und einer sehr langen Lebensdauer erfüllt und das aktive Tracken von Ladungsträgern umgesetzt werden. Damit wurde der Schwund deutlich reduziert, das Management der Ladungsträger automatisiert und damit die Effizienz und Verfügbarkeit deutlich gesteigert werden.
13:00 - 14:00
Pause: Mix & Match

Parallele Sessions

10:00 - 17:00
Session 15 Standards für die Digitale Vernetzung
10:00 - 11:00
Geringere IIoT Integrationskosten dank Single Pair Ethernet Dr.-Ing. Karsten Walther, Perinet  
Single Pair Ethernet (SPE) ist insbesondere zur Verdrahtung von Sensoren und Aktoren geeignet, da hierdurch IT-IP-Kommunikation durchgängig bis zum einzelnen Sensor/Aktor möglich wird („echte“ IoT-Kommunikation). Resultat ist eine wesentlich effizientere Art der Kommunikation von IT-basierten Kopfsystemen ins Feld (Shop-Floor), die massive Kosteneinsparungen sowohl bei der Umsetzung als auch dem Betrieb von IIoT Anwendungen ermöglicht. Grundüberlegung hinter der Entwicklung von SPE ist, dass IT-Systeme heute die Entscheidungen fällen, was wann auf Shop-Floor-Ebene passiert. Nur die reine Automation findet noch vorwiegend auf der SPS-Ebene statt. Die indirekte Anbindung von Sensoren/Aktoren ist insbesondere dann für IIoT Anwendungen hinderlich, wenn diese nicht für die Automatisierung benötigt werden. Beispiel ist ein Prüfplatz für verschiedene anpassbare Produkte. Diese können mit kundenspezifischer Firmware versehen oder konfiguriert werden. Der Basisprüfplatz stellt ein schaltbares Netzteil, Stromsensor und Drucker bereit, die einzelnen Adapterplatinen stellen die Prüfelektronik für die jeweilige elektronische Schnittstelle der Baugruppe. Alle Sensoren/Aktoren des Prüfplatzes sind direkt IP-fähig.
11:00 - 12:00
OT-Netzwerk der Zukunft – Anforderungen und Lösungen Xaver Schmidt, PROFIBUS Nutzerorganisation  
Digitalisierung in der Automatisierung erfordert in den Netzwerken die Auflösung von starren Strukturen, Flexibilisierung der Verbindungen, mehr Daten und Offenheit. Eine funktionale OT-Netzwerkinfrastruktur mit einer Durchgängigkeit zu IT ist ein Enabler für neue Geschäftsideen. Dieser Beitrag bietet einen Überblick und Einblick zu den Fragen: - Welche Anforderungen an ein OT-Netzwerk stehen an: Flexibilisierung, Konvergenz, Objektmodellierung? - Welche Technologien stehen zur Verfügung: TSN, OPC UA, Semantik, SPE, 5G? - Wie können wir diese anwenden? - Welchen Beitrag liefert die PI/PNO, wie ist der aktuelle Status? - Wie können Sie konkrete Schritte angehen, z. B. Migration, Edgekonzepte?
12:00 - 17:00
Pause: Mix & Match

Parallele Sessions

14:00 - 17:00
Session 16 Fernwartung
14:00 - 15:00
Digital Services – A Success Story Marcel Pfeiffer, Zimmer  
Weltweit ist das Thema Digitalisierung auf dem Vormarsch. Zukünftig können die gestiegenen Anforderungen nur durch neue innovative Konzepte und vernetzte Maschinen- und Anlagenkonfigurationen in Verbindung mit digitalen Diensten in einer Smart Factory erfüllt werden. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Digitalisierung ist die Erfassung, Analyse und Auswertung von Zustandsdaten, dem sogenannten Condition Monitoring. Dies erlaubt im Vergleich mit statistischen Referenzdaten, den aktuellen Zustand eine Anlage zu bewerten, und so deren Effizienz, Wartungsbedarf und Lebensdauer projizieren zu können. Diese Predictive Maintenance ist ein Baustein zur intelligenten Fabrikation der Zukunft und ermöglicht die Grenzbereiche physischer Produktionseinheiten, wie Komponenten aber auch ganzer Produktionsstandorte, zu erweitern und Produktionsprozesse zu flexibilisieren. Digital Services tragen aber nicht nur dazu bei, die Wartungsintervalle planbarer zu machen und die Lebensdauer von Anlagen zu verlängern. Sie erschließen durch Vernetzung neue Funktionalitäten oder steigern die Leistungsfähigkeit messbar. Die Messlatte ist eine Steigerung der Overall Equipment Effectiveness, also der Durchschnittsauslastung des Maschinenparks im Vergleich zu einem Status vor der Optimierung. Digitale Produkte können schon sehr früh im Product-Life-Cycle ansetzen und die Eigenschaften des zukünftigen Produktionsumfeldes nachhaltig positiv beeinflussen. Die digitale Transformation ist jetzt!
15:00 - 16:00
Nehmen Sie die Anlagensicherheit selbst in die Hand! Thierry Bieber, HMS Industrial Networks  
Beim Thema Fernwartungsservice steht das Thema Sicherheit an erster Stelle. Wenn es schon Fernwartungslösungen gibt, dann sind diese meistens nicht einheitlich, sondern wurden von den verschiedenen Lieferanten installiert, damit diese im Fehlerfall auf eine bestimmte Maschine in der Anlage zugreifen können. Dadurch wird das Management der Zugriffsrechte für den Anlagenbetreiber schnell komplex, unübersichtlich und schwer kontrollierbar. Das gefährdet die Sicherheit der Produktionsanlage. Deshalb ist es für Anlagenbetreiber wichtig, eine einheitliche Fernwartungslösung aufzusetzen, mit der sie die Zugriffsrechte für den Fernzugriff auf die bei Ihnen eingesetzten Maschinen und deren Servicedienstleister zentral verwalten können. Denn nur mit standardisierten Prozessen haben Anlagenbetreiber die Sicherheit im eigenen Werk selbst im Griff! Doch wie muss eine standardisierte Fernwartungslösung aussehen? Die Anforderungen an eine industrielle Fernwartungslösung sind hoch: Skalierbarkeit, Zukunftssicherheit und zertifizierte Sicherheit sind Schlüsselaspekte für eine solche strategische Entscheidung. Thierry Bieber beleuchtet in seinem Vortrag wie Sie das Thema pragmatisch angehen und schnelle „Quick Wins“ erzielen können. Fernwartung ist auch der erste Schritt ins IIoT und spielt eine wichtige Rolle bei der Digitalisierung von Fertigungsanlagen.
16:00 - 17:00
Einsatz von Predictive Maintenance Algorithmen auf Industriesteuerungen und in der Cloud Dr.-Ing. Rainer Mümmler, The MathWorks  
Für Unternehmen, die Industriemaschinen herstellen oder betreiben, ist ein vorausschauendes Wartungsprogramm entscheidend für die Betriebseffizienz und zur Senkung der Wartungskosten. Gleichzeitig können jedoch die Entwicklung und der Einsatz von Predictive-Maintenance-Programmen eine Herausforderung darstellen. Die Entwicklung von Algorithmen erfordert nicht nur umfangreiche Erfahrung mit Machine-Learning-Techniken, sondern auch ein tiefes Verständnis des Systemverhaltens. Das Deployment der Algorithmen umfasst eine Reihe von Schritten und Zusammenhängen. Dabei wird die Funktionalität auf Edge-Geräte oder in die Cloud übertragen. Teile eines einzigen Algorithmus können auf verschiedenen Elementen dieser Infrastruktur laufen, was die Komplexität noch erhöht. Am Beispiel einer Verpackungsmaschine zeigt diese Präsentation, wie diese Komplexität durch die Entwicklung eines Predictive Maintenance Algorithmus und dessen Einsatz in einem Produktionssystem mit MATLAB bewältigt werden kann. Die Verpackungsmaschine verfügt über mehrere Roboterarme, die sich mit hoher Geschwindigkeit bewegen und Objekte zum Verpacken auf ein Fließband transportieren. Der Predictive Maintenance Algorithmus für dieses System besteht aus zwei Komponenten. Die erste ist auf dem Edge System (einer SPS) implementiert und führt eine Datenreduktion mit Hilfe von Merkmalsextraktionstechniken durch. Die zweite ist in der Cloud implementiert und verwendet diese Merkmalswerte und ein Machine Learning Modell.

Parallele Sessions

17:00 - 17:30
Abschlussdiskussion Abschlussdiskussion
17:00 - 17:30
Abschlussdiskussion Daniel Schilling, WEKA BUSINESS MEDIEN

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